U18

10:40


Ich bin 17 Jahre alt. Die 16 habe ich mit Bravour gemeistert, doch langsam knabbert es an meinem Nerven - ich möchte frei sein! Genauer gesagt, 18.
Ich bin ein junger Mensch, das heißt ich gehe auch am Wochenende gerne aus, habe Spaß mit meinen Freunden. Aber ich bin zudem auch ein Mädel aus einem kleinen Dorf. Ergo die Busse fahren bei mir höchstens bis um 11 Uhr und das war's auch schon. Gerade deswegen bin ich sehr auf meine Eltern angewiesen, muss schon des öfteren einmal vielleicht nachts abgeholt werden.


- Und wisst ihr was? Das nervt langsam. Versteht mich nicht falsch. Ich kann die ganzen Jugendgesetze verstehen, ich halte sie auch für angemessen und gut durchdacht - jedenfalls die meisten. Doch gerade wenn man wie ich so abhängig von seinen Eltern ist - und das tut mir manchmal doch wirklich leid für meine Eltern! - und eben auch aus dem Dorf kommt, wo man erstens nicht gut heimkommt und es aber auch zweitens nur alle drei Monate mal eine Veranstaltung in einem Club für 16- und 17-jährige gibt - ist es da nicht irgendwo verständlich, dass man sich das 18-sein herbeiwünscht?

In meinem Alters- bzw. Freundeskreis dreht sich das ganze sich oft um das Thema "Endlich 18-sein!". Endlich alleine Auto-fahren, endlich in alle Clubs gehen können und nicht um 12 Uhr herausgeschmissen zu werden oder sich eine Aufsicht suchen zu müssen. 
Im Gesamten hat das ganze ein Gefühl der Freiheit für mich, denn man ist nun auch für sich selbst verantwortlich und kann noch mehr selbst entscheiden, was gut für einen ist (dazu muss ich sagen, dass die einen das natürlich können, andere aber längst noch nicht).

Quelle: WeHeartIt

Natürlich kenne ich auch ein paar Ü18-Personen und oft wird mir gesagt "Hey, 18 sein, das ist doch gar nicht so toll ... du wirst dir deine 16,17 wieder zurücksehnen". Das Risiko, der Reiz würde fehlen, das habe ich oft gehört aus den Mündern von 18-jährigen. 

Also was nun? Immer noch denke ich mir, dass es manchmal ein wenig einfach wäre doch einfach schon 18 zu sein - das merkt man einfach im Alltag. Aber vielleicht liegt das auch einfach an meiner Situation. Gerade in meinen letzten Städteurlauben in Berlin und München sieht das alles ganz anders aus. U-Bahnen fahren bis spät in die Nacht und es gibt doch zumindest ein paar Clubs, wo man ab 16 abfeiern darf.

Quelle: WeHeartIt

Ich resümiere daraus, dass ich die Zeit doch eh nicht verschnellern kann. Die 18 wird kommen wenn es soweit ist, und bis dahin kann ich sowieso nichts tun - außer meine süße 17 noch zu genießen. So jung wie heute werde ich nie mehr sein, heißt es nicht so in irgendeinem Spruch?
Dadurch, dass ich diesen Post geschrieben habe, habe ich mir selbst gerade gezeigt, dass ich meine Zeit - egal mit welchem Alter - genießen sollte. Man lebt tatsächlich nur einmal und wer da sein ganzes Leben mit jammern verbringt - selbst Schuld!

(Unglaublich, wie ich es schaffe mir selbst immer wieder total zu widersprechen)

Seid ihr schon 18? Habt ihr euch gefreut 18 zu werden und könnt ihr meine Meinung nachvollziehen? Wie geht/ging es euch damit?

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8 Kommentare

  1. Ich glaube so geht es jedem Jugendlichen der noch nicht volljährig ist. Zumindest war es bei mir auch so. Aber mit der neu gewonnen Unabhängigkeit kommt auch viel Verantwortung auf einem zu. Natürlich ist es schön, älter zu werden, durch Erfahrungen zu reifen und neue Ansichten im Leben dazu zu gewinnen. Ebenso sage ich mir öfters, dass mit 16/17 zwar alles anstrengend, aber irgendwie auch einfacher war. Ich denke mal, dass wenn die Jahre an dir vorbei ziehen, du verstehen wirst, was man damit meinte als man dir sagte "Du wirst die alten Zeiten vermissen" :)

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA

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  2. Ich kann das total verstehen. Früher war das bei mir genauso "Endlich 18", aber jetzt denke ich mir "Man, ich habe nicht dafür unterschrieben erwachsen zu werden!". Erwachsen sein ist ziemlich scheiße. Stimmt, man hat die Freiheiten, aber mit Freiheit kommt immer sehr viel Verantwortung und auch Pflichten. Auch welche, auf die man einfach keinen Bock hat. Naja, sich davor drücken kann man eh nicht, die Volljährigkeit wird so oder so kommen von daher genieße noch das jung sein und, denn vom erwachsen werden hast du später noch 80 Jahre :P

    LootieLoo's plastic world

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  3. Ich finds super dass du über solche Sachen schriebst. Ist eine tolle Abwechslung zu den normalen Themen.
    Viele Grüße LiFe
    lifealty.blogspot.de/

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  4. Es ist wirklich interessant zu sehen wie jeder der noch nicht 18 ist denkt,
    dass sich das Leben mit der Vollendung des 18. Lebensjahres um 180° wenden wird.
    Das habe ich auch gedacht und was ist ?! ich werde dieses Jahr 19 und ich merken keinen Unterschied.
    :D außer die Sache mit dem Auto fahren. Aber was ist? jetzt wo ich alleine fahren kann, mache ich es kaum :D
    Das Einzige was sich bei mir mit ca. 18 1/2 wirklich verändert hat (was auch nicht umbedingt etwas mit dieser Zahl zu tun hat) ist meine Denk- und Lebenseinstellung, die sich tatsächlich um 180° gewendet hat. Ich denke bei mir war die größte Veränderung das Ende der Schulzeit...das war bisher auch eine der besten Veränderungen in meinem Leben :D das ist FREIHEIT! ich habe mich noch nie so frei und ungebunden gefühlt wie nach meinem Abi, auch wenn ich jetzt sofort studieren werde.
    Ich hatte irgendwie tatsächlich das Gefühl bzw. habe es noch immer, dass JETZT mein Leben wirklich beginnt (klingt echt dramatisch oder?!) --> neue Stadt, andere Leute, eigene Wohnung...
    Ich sag dir, ob 17, 18 oder 19 Jahre, dass hat NICHTS mit Freiheit, Eigenverantwortung usw. zu tun, auch wenn sich mit 18 einiges ändert (Volljährigkeit, Rechte, Pflichten usw.), davon merkt man kaum etwas.

    Schöner Post. Ich bin ja wirklich ein kleiner Fan von deinen Gedankengängen geworden :D

    Liebst Kim,
    http://kimspreciousbeauties.blogspot.de/

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  5. Toller Post! Ich empfand es damals wirklich super achtzehn zu werden, einfach weil ich nicht mehr abhängig von meinen Eltern sein wollte. Bei mir ist es zumindest so, dass ich mit meinem achtzehnten Geburtstag auch deutlich erwachsener geworden bin, einfach aus dem Gedanke das ich mehr Verantwortung tragen musste. Aber ich glaube das ist bei jedem verschieden und es kommt einfach auf den Menschen an, der man ist.

    Liebe Grüße Bea
    www.pinkrooms.blogspot.de

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  6. Ich bin im Juni 17 geworden und kann es ehrlich gesagt auch kaum abwarten 18 zu sein. Du hast echt vieles auf den Punkt gebracht, wo ich genau so denke. Ich wohne zwar in einer größeren Stadt, aber meine Eltern lassen mich auch nur höchstens bis halb 12 wohin und das wars auch schon :/
    Ich liebe deine Texte :)
    -xoxo Kathy♥

    missesdreamy.blogspot.de

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  7. Also ich würde dir einfach dazu raten, deine 17 Jahre zu genießen und alles was dazu gehört, denn 18 bist du schnell genug. Auch wenn du die jetzt vielleicht nicht so siehst, aber 17 sein hat auch ein paar Vorteile, wie jede Altersstufe ;)

    GLG, Tina

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  8. Vor einigen Jahren wurde ich 18, um genauer zu sein vor 7 Jahren und erst dann begann für mich das Leben :) Ich kann mich noch sehr gut an einem Geschenk erinnern, ich bekam von meinem damaligen Freund ein Wochenende in dem Sporthotel Ratschings (http://www.gassenhof.com/). Das waren noch Zeiten...

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